Freitag, 27. Januar 2023

CORONA TESTS BEIJING

Christian Y. Schmidt

CORONA TESTS BEIJING

Neunundsechzig Massentests in China


Es hat nicht lange gedauert, da waren die Tests als regelmässige Routine in meinen Alltag integriert. Nach einer Weile begann ich sogar Gefallen an dieser behördlich angeordneten Unterbrechung meines Tagesablaufs zu finden. Während ich in der Schlange stand, konnte ich ungestört die Leute beobachten, die in meiner Nachbarschaft wohnen und arbeiten, und die ich vorher nie in dieser Ballung zu sehen bekommen hatte. Weil ich sonst nichts zu tun hatte, studierte ich ihre Kleidung und ihre unterschiedlichen Wartehaltungen. Ich versuchte die Aufschriften auf den T-Shirts zu entziffern, und fragte mich, woran ich die Angestellten aus den benachbarten Büros von Arbeitern unterscheiden konnte. Bemerkenswert fand ich auch, mit welcher Selbstverständlichkeit selbst Kinder auf Inlinern, Skateboards oder mit Wasserpistolen ausgerüstet zu den Tests erschienen. 

In seiner 1960 erschienen „Theorie des Films“ formulierte Siegfried Kracauer angesichts der von Edward Streichen konzipierten New Yorker Ausstellung „The Family of Man“ eine ähnliche Hoffnung. Den ausgestellten Fotografien aus 68 Ländern sprach Kracauer die Fähigkeit zu, den Betrachter dazu zu bringen, die „Familienähnlichkeit“ aller Menschen zu erkennen. So würden die Fotos dafür sorgen, dass wir globaler zu sehen beginnen: „Sie machen“, so der Soziologe und Filmtheoretiker, „aus der Welt virtuell unser Zuhause.“

Ich denke, dieses Erkennen der Familienähnlichkeit und der globale Blick ist angesichts der zunehmenden Konfrontation zwischen dem westlichen Block und China nötiger denn je. Alle Bewohner dieses Planeten sollten sich im Klaren darüber sein, dass wir inzwischen an einem Punkt angelangt sind, wo diese Konfrontation jeder Zeit in einen Krieg münden kann. Dann werden die Leute, die auf den Fotos hier in der Schlange stehen, zu Feinden deklariert werden. Auch deshalb sollte man alles tun, um diesen Krieg zu verhindern. 




Christian Y. Schmidt

Corona Tests Beijing

Sixty-nine mass tests in China

It didn't take long before the tests were integrated into my daily routine as a regular occurrence. After a while, I even began to enjoy this officially ordered interruption of my daily routine. While standing in the queue, I could observe undisturbed the people who live and work in my neighbourhood and whom I had never seen before in such a conglomeration. Because I had nothing else to do, I studied their clothes and their different waiting postures. I tried to decipher the inscriptions on their T-shirts and wondered how I could distinguish the employees from the neighbouring offices from workers. I also found it remarkable how naturally even children showed up for the tests on inline skates, skateboards or equipped with water pistols. 


In his 1960 "Theory of Film", Siegfried Kracauer formulated a similar hope in view of the New York exhibition "The Family of Man" conceived by Edward Streichen. Kracauer attributed to the exhibited photographs from 68 countries the ability to make the viewer recognise the "family resemblance" of all people. In this way, the photos would ensure that we begin to see more globally: "They make," said the sociologist and film theorist, "the world virtually our home."

I think this recognition of the family resemblance and the global view is more necessary than ever in view of the increasing confrontation between the Western bloc and China. All inhabitants of this planet should be aware that we have now reached a point where this confrontation can turn into war at any time. Then the people standing in line in the photos here will be declared enemies. This is another reason why everything should be done to prevent this war. 


Zweisprachige Ausgabe (deutsch-englisch)
Seiten: 112
Leinenbindung, Prägung

Texte von Christian Y. Schmidt
Fotos von Christian Y. Schmidt und Gong Yingxin

Mit einem Beiheft und einer Originalzeichnung
von Hartmut Andryczuk

Vorzugsausgabe: 700 € (Exempl. 1 bis 30)
Normalausgabe: 100 € (Exempl. 1 bis 100)

Alle Exemplare signiert und nummeriert

Bestellung: Normalausgabe

Freitag, 30. Dezember 2022

Spinnenweben-Wellness am kranken See

MMM-DIARIUM 2/2022

Spinnenweben-Wellness am kranken See

Diarium von Hartmut Robert Andryczuk vom 1. Mai bis 31. Juli 2022. Stationen: Quarantäne Updates Shanghai von CYS – Panzerfahren, ein Spaß für die ganze Familie – Planetenschreiber/Uranus – Chorin fault vor sich hin – Zwei Stunden Angermünde und kein Zoobesuch in Eberswalde – Affenpocken an Christi Himmelfahrt und Moskau-Fotoetüden – Panzerhaubitze Rheinmetall Strack-Z. – Peppenhöchstädt und die Ischgl-artige Bergkirchweih in Erlangen – Gedichtgrube Lukas Diestel – The Dust Bowl (auch in Brandenburg) – Fledermausflug im Wohnzimmer



Collage/Überarbeitung von Liselotte Spreng "Immer mehr fürs Geld"

Originalarbeiten von:
Patricio Álvarez Aragon

Mikula Lüllwitz

Hartmut Andryczuk

Liselotte Spreng

Freddy Flores Knistoff



Diary by Hartmut Robert Andryczuk from 1 May to 31 July 2022. Stations: Quarantine Updates Shanghai by CYS - Driving a tank, fun for the whole family - Planetary writer/Uranus - Chorin rotting away - Two hours in Angermünde and no visit to the zoo in Eberswalde - Monkey pox on Ascension Day and Moscow photographic deeds - Rheinmetall Strack-Z self-propelled howitzer. - Peppenhöchstädt and the Ischgl-like Bergkirchweih in Erlangen - Poetry pit Lukas Diestel - The Dust Bowl (also in Brandenburg) - Bat flight in the living room

Edition: 30 copies
300 €

Montag, 21. November 2022

THINK TANK PANZERHAUBITZE KLING KLING

THINK TANK PANZERHAUBITZE KLING KLING

Leporello, Katalog


Auf der Kreml-Seite fand ich den Text „Über die historische Einheit von Russen und Ukrainern“ von Wladimir Wladimorowitsch. Großartig. Ein richtiger idenditärer Schwurbel-Text, den ich für diese Künstleredition sehr gut verwenden konnte. Dort wird die Nationalisten-Karte gezogen, die historische Einheit aller Russen beschworen. Russland ist seit Jahren in einem heiligen Krieg gegen „Gayropa“. Glaube, Vaterland, Familie, ewige Werte, Orthodoxie. Männer sind noch richtige Männer und Frauen noch wahre Frauen. Bringt mich das Selenskij oder den Nationalismus der Ukrainer näher? Nein, natürlich nicht. Aber ich unterstelle den Menschen in der Ukraine, dass sie dieses „russische“ System nicht mehr wollen. Und was mich angeht: ich lebe lieber im satanischen Westen als in einem idenditären Mafia-Imperium.



"Auch Stepan Bandera hat's im Westen immer schwerer"

On the Kremlin site I found the text "On the historical unity of Russians and Ukrainians" by Vladimir Vladimorovich. Great. A real idenditarian ranting text that I can use very well for this artist's edition. There the nationalist card is drawn, the historical unity of all Russians is invoked. Russia has been in a holy war against "Gayropa" for years. Faith, fatherland, family, eternal values, Orthodoxy. Men are still real men and women are still real women. Does that bring me closer to Selensky or the nationalism of the Ukrainians? No, of course not. But I imply to the people of Ukraine that they no longer want this "Russian" system. And as for me, I'd rather live in the satanic West than in an idenditarian mafia empire.

Aus dem Katalog: Johann Andrijczuk (1920 – 1992):

Mein Vater sprach nie von seiner Vergangenheit. Das war typisch für die traumatisierte Weltkriegsgeneration, obwohl er nie Soldat gewesen ist. Er ist 1920 in Kolomya (Galizien) in der Westukraine geboren. Sein Vater war Landwirt, aber seinen Vornamen hat er nie genannt. Seine Mutter hieß Xenia. Geschwister hatte er nicht. Ob die Familie direkt in der Stadt Kolomya wohnte oder im Bezirk Kolomea weiß ich nicht. Stadtansichten in Reiseführeren zeigen imposante Bürger- und Verwaltungshäuser, das Ostereimuseum und das Nationalmuseum für Volkskunst von Huzulien und Pokutien. Von Berlin aus kann man mit dem Bus, mit dem Zug oder mit dem Auto dorthin reisen. Die Busfahrt dauert über 20 Stunden über Lwiw; mit dem Zug ist es noch komplizierter.



From the catalogue: Johann Andrijczuk (1920 - 1992):

My father never spoke of his past. That was typical of the traumatised World War II generation, although he had never been a soldier. He was born in 1920 in Kolomya (Galicia) in western Ukraine. His father was a farmer, but he never gave his first name. His mother's name was Xenia. He did not have any brothers or sisters. Whether the family lived directly in the town of Kolomya or in the district of Kolomea I do not know. City views in travel guides show imposing civic and administrative buildings, the Easter egg museum and the National Museum of Folk Art of Hutsulia and Pokutia. From Berlin, you can travel there by bus, train or car. The bus journey takes over 20 hours via Lviv; by train it is even more complicated.

Aus dem Katalog: Moskau. Foto-Etüden (Digitalisierte Bilder aus dem Unikatbuch von 2018)


Moskau. Foto-Etüden – Überzeichnetes Fotobuch. Unikat
Sammlung Karl Manfred Fischer und Liselotte Spreng

Leporello mit siebzehn Originalzeichnungen von Hartmut Andryczuk
Katalog mit 48 Seiten, Texten, Abbildungen. Ortsbeschreibungen und Titel zu den Abbildungen zu Moskau. Foto-Etüden. Jede Seite nummeriert und handbestempelt.

Leporello with seventeen original drawings by Hartmut Andryczuk.
Catalogue with 48 pages, texts, illustrations. Location descriptions and titles to the illustrations of Moscow. Photo etudes. Each page numbered and hand-stamped.


Edition: 30 copies
950 €

Freitag, 4. November 2022

Die Kunst des Sammelns, Bd. 8 – Michael Lailach

Die Kunst des Sammelns, Bd. 8

Michael Lailach

Ein Gespräch mit Michael Lailach, Kurator und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Staatlichen Museen zu Berlin. Leiter der Sammlung Buchkunst in der Kunstbibliothek. Themen: documenta 6 – Sammlung Rolf Dittmar – Happening, Fluxus, skulpturale Bücher – Punktuelle Erwerbungen – Die Radikalität der Künstlerbücher in den 1960er Jahren – Pop Art – Ólafur Elíasson – Reaktive Sammlungen – Blockbuster-Ausstellungen – Die Künstlerbücher von Gerhard Richter –  Was ist ein Künstlerbuch? – Das Private und seine Grenzen – Arbeitsalltag – Schreibmeisterbücher – Sammlung Marzona – Based on Paper – Revolver-Verlag – Ausstellungs-Essay – Historie der Berliner Kunstbibliothek – Arts & Crafts Bewegung – Kunst, Gewerbe, Handwerk, Konzeption: Entideologisierungen.

Buch, gebunden. Zwanzig Seiten Text mit 
sechs großformatigen Originalzeichnungen von Hartmut Andryczuk


„Dein Haus“ – Nach einem Entwurf des Architekturbüros Jessen, Kersig-Siedlung, Sylt-Hörnum. Zeichnung: H.R.A. 2022, 42 x 29,7 cm, Berlin 2022


The Art of Collecting, Vol. 8

Michael Lailach

A conversation with Michael Lailach, curator and research associate at the National Museums in Berlin. Head of the Book Art Collection in the Art Library. Topics: documenta 6 - Rolf Dittmar Collection - Happening, fluxus, sculptural books - Selective acquisitions - The radical nature of artists' books in the 1960s - Pop Art - Ólafur Elíasson - Reactive collections - Blockbuster exhibitions - The artists' books of Gerhard Richter - What is an artists' book? - The Private and its Boundaries - Everyday Work - Schreibmeisterbücher - Marzona Collection - Based on Paper - Revolver Verlag - Exhibition Essay - History of the Berlin Art Library - Arts & Crafts Movement - Arts, Trades, Crafts, Conception: Entideologisations.

Book, hardcover. Twenty pages of text with 
six large-format original drawings by Hartmut Andryczuk.

Edition: 30 copies
650 €

Samstag, 3. September 2022

Die Tödliche Doris, OPER

Die Tödliche Doris

OPER


Eine Oper von Wolfgang Müller & Nikolaus Utermöhlen


Westberlin 1987


Aufführung in der Galerie der Künstler im Völkerkunde Museum München

Am 4. und 5.12. 1987


Schauspiel und Gesang: 


Tabea Blumenschein

Hermoine Zittlau

Etsuko Okazaki 


Offstimmen:


Wolfgang Müller

Nikolaus Utermöhlen




 
Videostills: Etsuko Okazaki, Tabea Blumenschein, Hermoine Zittlau


„Im Zentrum der im Auflösungsjahr der tödlichen Doris entstandenen Oper ‚Autofahrt in Deutschland‘ stehen ein fahruntüchtiger PKW und ein auf der Autobahn tödlich verunglückter Helmut Kohl. Im Auto sitzen drei Frauen, singen sich fahrerlos durch das Land, steigen ab und zu aus, um vorne, am Bühnenrand ihre Soli vorzutragen. Es sind Hermoine Zittlau, Etsuko Okazaki und Tabea Blumenschein. Für den letzten Liveauftritt der Tödlichen Doris orderte Wolfgang Müller dieses Auto bei Stephan Geene, dem Organisator der Münchner Veranstaltung. „Stephan wollte gern Tabea dabeihaben und bat mich, sie davon zu überzeugen. Ich sagte ihm, ok, das wird gar nicht so einfach.“ Er müsse mir im Gegenzug dafür versprechen, einen gebrauchten PKW in dieses Museum stellen, als Bühnenrequisite am Aufführungsort, erinnert sich Wolfgang Müller: „Tabea hatte eine spezielle Rolle in der Gruppe – sie trat immer nur auf, wenn sie Lust dazu hatte. Manchmal war dazu etwas Überzeugungsarbeit nötig.“ Das Auto besorgten die Veranstalter schließlich vom Autofriedhof und verfrachteten es mithilfe einer Transportfirma ins Museum. 

Während der „Geisterzug“ ein bekanntes und vieldeutiges Symbol ist, tauchen „Geisterautos“ eher selten in Film und Literatur auf. Für den führerscheinlosen Wolfgang Müller (*1957), der aus der in der NS-Zeit gegründeten VW-Stadt Wolfsburg stammt, dessen Autowerk alles dort dominiert und für Nikolaus Utermöhlen (*1958 – 1996), der zwar einen Führerschein besaß, aber so gut wie nie Auto fuhr, war das Auto Symbol deutschen Wahnsinns, ein nationaler Fetisch.“


„At the center of the opera 'Autofahrt in Deutschland', written in the year of the dissolution of Die tödliche Doris, is an unroadworthy passenger car and Helmut Kohl, who has a fatal accident on the autobahn. Three women are sitting in the car, singing their way through the country without a driver, getting out now and then to perform their solos at the front, at the edge of the stage. They are Hermoine Zittlau, Etsuko Okazaki and Tabea Blumenschein. For the last live performance of Deadly Doris, Wolfgang Müller ordered this car from Stephan Geene, the organizer of the Munich event. "Stephan wanted to have Tabea with him and asked me to convince her. I told him, ok, that won't be so easy." In return, he had to promise me to put a used car in this museum, as a stage prop at the performance venue, recalls Wolfgang Müller: "Tabea had a special role in the group - she only ever performed when she felt like it. Sometimes it took some convincing." The organizers finally got the car from the car graveyard and shipped it to the museum with the help of a transport company. 

While the "ghost train" is a well-known and ambiguous symbol, "ghost cars" appear rather rarely in film and literature. For Wolfgang Müller (*1957), who has no driver's license and comes from the VW city of Wolfsburg, founded during the Nazi era, whose car plant dominates everything there, and for Nikolaus Utermöhlen (*1958 - 1996), who had a driver's license but hardly ever drove a car, the car was a symbol of German madness, a national fetish.“


Martin Schmitz, 2022



Hermoine Zittlau:

Tausend Jahre sind vergangen

Und nebelverhangen

Die feuchten Auen im Fleisch.

Ein Schrei aus tausend Kehlen bildet das Reich.

Zu Zahlen werden die Seelen 

Und machen an die zweihundert Sachen.


Hermoine Zittlau

A thousand years have passed

And fog shrouded

The wet meadows in the flesh.

A cry from a thousand throats forms the realm.

To numbers the souls become 

And make to the two hundred things.




„Die gesamten Sounds der Oper stellten wir mit den 27 nummerierten Audiokassetten zusammen, die zwischen 1980 bis 1981, teils noch mit Dagmar Dimitroff und Chris Dreier aufgenommen worden waren. Dazu spielten wir einige neue Tracks ein. Live benutzten wir zwei Kassettendecks. Diese wurden wie Instrumente eingesetzt, mit denen die Tonbänder nach vorher bestimmten Regeln und Systemen abgespielt und in die Lautsprecherboxen übertragen wurden. Wann ein Tape eingespielt werden sollte, wo es lauter, leiser wurde , ein- oder ausgeblendet, notierten wir auf Blättern, die heute verschollen sind. Vermutlich liegen sie irgendwo in den 33 Ordnern des Doris-Archivs in der Galerie K Strich in Bremen. Zu diesen Tape-Sounds probten die Sängerinnen. Auf der Bühne sangen sie zu den Kassetten-Sounds. Nikki und ich setzten unsere Stimmen live im Off ein, die durch diverse Effektgeräte verfremdet wurden. Die 27 beschrifteten Kassetten mit den gelben, roten und weißen Etiketten existieren bis heute.“


„We put together all the sounds of the opera with the 27 numbered audio cassettes recorded between 1980 and 1981, some of them still with Dagmar Dimitroff and Chris Dreier. In addition, we recorded some new tracks. Live we used two cassette decks. These were used like instruments with which the tapes were played according to previously determined rules and systems and transferred to the loudspeaker boxes. When a tape was to be played, where it was louder, softer, faded in or out, we noted on sheets of paper that are now lost. Presumably they lie somewhere in the 33 folders of the Doris archive in the K-Strich gallery in Bremen. The singers rehearsed to these tape sounds. On stage they sang to these tape sounds. Nikki and I used our voices live offstage, which were alienated by various effects devices. The 27 labeled cassettes with the yellow, red and white labels still exist today.“


Wolfgang Müller


Edition, gebunden, 98 Seiten mit vielen farbigen Abbildungen

Edition, hardcover, 98 pages with many color illustrations


DVD: 48:29 min


Beilagen / Supplements:


Wolfgang Müller/Nikolaus Utermöhlen

Autofahrt in Deutschland – Typoskript

16 Seiten


Wolfgang Müller/Nikolaus Utermöhlen

Car ride in Germany – typescript

16 pages


Wolfgang Müller, Multiple

(signiert und nummeriert / signed & numbered)




OPER, Multiple von Wolfgang Müller


Hermoine Zittlau, Postcard

(signiert & nummeriert / signed & numbered)


SOUNDPOOL – Vom Noise zur Oper und zurück

Metamorphosen der tödlichen Doris von 1980 bis 2020 

28 Seiten, viele farbige Abbildungen


SOUNDPOOL – From Noise to Opera and Back Again

Metamorphoses of the deadly Doris from 1980 to 2020 

28 pages with many color illustrations


Edition: deutsch/englisch

Bilingual Edition


Number of copies: 100

100 €

Shipping costs: 7 €



Freitag, 12. August 2022

Die Rehe von Paris

Anna Hoffmann

Die Rehe von Paris

Gedichte (1998 bis 2022)


Lyrik von Anna Hoffmann mit sechs Originalzeichnungen von Hartmut Andryczuk

"die wärme kam und trug die welt mit den hörnen wir paarten uns ohne fleck und zu leiden bis in die toskana karezza und einst da waren wir uns sicher und nicht genug spiele im wein im kopf entferntest du dich begossen wie ein pudel mit dem eau de toilette aus dem seitenfach als ich ging draufging betäubt gebräunt verreist in und auseinander gereist: zentrifugel in portugal oder spanischem wein angelegt jeder tag geht in seiden verschleppt von strohhutträumen grundieren schrille fragen weiß wie rotwein an der küste des denkens weißt du nicht alles emigriert zum solarplexus schlagwörter fremd die ganze gegend stinkt nach camelot wo die milch am platzen war die hübsche gegend aufgehöllt und zu tisch getreten in einem eleganten schema sommer wars und halma auf den metaebenen weideten wir puppen aus vermissten eine halsschlagader und ließen uns vom wasser anziehn mein alphaschatten jetzt will ich dein wächter sein komm in meine sternhöhle und entsichere deine geschichte: ich bin ihr auf der spur mit meinen elektrifizierten katzen alles sternbluter von geburt an festgestellt im kontrollverfahren b soweit ein herz verworfen muss das opfer brüllen und treten und hörbar sein dann erst geht das licht aus und die zeit weiter"



Buch gebunden, 24 Seiten, A4.
Signiert und nummeriert.
MMM-Extraausgabe Nr. 39
ISSN: 1439–6475

Auflage: 30 Exemplare
350 €

Samstag, 30. Juli 2022

Pac-Man im Waldorf-Krankenhaus

MMM-DIARIUM 1/2022

Pac-Man im Waldorf-Krankenhaus




Diarium von Hartmut Robert Andryczuk 

vom 1 Februar bis zum 30. April 2022


Künstlerische Arbeiten von:


Mikula Lüllwitz

Jorge Herrera Fuentealba

Egon Günther

Hartmut Andryczuk

Jürgen Schneider


Themen: Geerken, "leicht bei einander" – Lieber Soros als Borros – "Tantra in Baden-Baden" – Code Orange: indische Schlangenwurz statt Adenosin – Albert Lemmens gestorben – Hufeisen-Batgirl für "Quarantäne Updates Shanghai" – Stalinchen führt Krieg – Waldorf Ablatoria – Rollstühle zum Rauchen – Hermoine Zittlau – Z+-Abbo für einen Monat – BA1, BA2 – Birne-Mohnkuchen mit Martin Schmitz – Die Wildpferde von Deichhausen – Der Sintflutbrunnen vom Perelsplatz – Glückstadt mit Blick auf Atomkraftwerk Brokdorf – Aryan Brotherhood in Büsum – Lockdown in Shanghai 


Jorge Herrera Fuentealba, X-RAY

Topics: Geerken, "easy on each other" - Soros rather than Borros - "Tantra in Baden-Baden" - Code Orange: Indian snake root instead of adenosine - Albert Lemmens died - Horseshoe Batgirl for "Quarantine Updates Shanghai" - Stalinchen wages war - Waldorf Ablatoria - Wheelchairs for smoking - Hermoine Zittlau - Z+ subscription for one month - BA1, BA2 - Pear Poppy Cake with Martin Schmitz - The Wild Horses of Deichhausen - The Flood Fountain from Perelsplatz - Glückstadt with View of Brokdorf Nuclear Power Station - Aryan Brotherhood in Büsum - Lockdown in Shanghai


Edition: 30 copies

300 €